• Wer ist der Schulerhalter und wie wird die Schule finanziert?
    Schulerhalter ist der Verein GaLeMo, in dem alle Familien Mitglieder sind. Diese leisten einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Der Vereins-Vorstand (ehrenamtlich tätige Eltern von Schülerinnen und Schülern) ist verantwortlich für die Finanzierung und Erhaltung des Schulbetriebes, die Anstellung der Pädagoginnen und Pädagogen und die Aufnahme bzw. Kündigung der Schülerinnen und Schüler. Der Betrieb wird hauptsächlich durch das Schulgeld und zu einem geringen Teil durch Förderungen des Bundes und Landes, sowie Sponsorgelder und Einnahmen aus Veranstaltungen finanziert.
  • Hat die Montessorischule GaLeMo Öffentlichkeitsrecht?
    Ja.
  • Wie hoch ist das Schulgeld?
    siehe aktuelle Preisliste  
  • Wie sehen die Unterrichtszeiten aus?
    Primaria 1:    Mo - Fr   8.00 - 12.00 Uhr
    Primaria 2:    Mo - Do  8.00 - 13.00 Uhr, Fr 8.00 - 12.00 Uhr
    Sekundaria:  Mo - Mi   8.00 - 16.00 Uhr, Do - Fr 8.00 - 13.30 Uhr
  • Hat die Montessorischule GaLeMo die selben Ferienzeiten wie die öffentlichen Schulen?
    Ja.
  • Gibt es Nachmittagsbetreuung an der Montessorischule GaLeMo?
    Ja, derzeit bis 17.00 Uhr.
  • Wie ist die Schule aufgebaut?
    Unsere Schule basiert auf einem didaktischen Konzept, das auf 9 Jahre ausgelegt ist. Es werden jeweils drei Jahrgänge zu einer Gruppe (Primaria 1, Primaria 2, Sekundaria) zusammengefasst.

    Primaria 1:   (1. - 3. Schulstufe)
    Kinder, die bis zum 31. 12. des laufenden Jahres 6 Jahre alt werden, können im Herbst in der Primaria 1 zur Schule gehen. In dieser altersgemischten Gruppe erarbeiten sich die Kinder mittels konkreter Materialien ein fundiertes Basiswissen. Sie entscheiden sich ihrem Entwicklungsstand entsprechend frei für die Art und den Ort der Tätigkeit sowie die Sozialform. In dieser Gruppe gibt es vor allem ausreichend Gelegenheit zur Entwicklung der kindlichen sozialen Fertigkeiten. Ab der 1. Schulstufe lernen die Kinder Englisch (teilweise mit Native speaker).

    Primaria 2:   (4. - 6. Schulstufe)
    Nach der Zeit in der Primaria 1 wechseln die Kinder in die nächste altersgemischte Gruppe, die Primaria 2. Hier erarbeiten sie sich alle Kulturtechniken ausgehend von der Kosmischen Erziehung. Das Ziel ist, die Kinder in ihrer Selbständigkeit zu fördern. Englisch wird in dieser Gruppe in die alltägliche Arbeit integriert und zusätzlich in Form von Kleingruppen-Einheiten (max. 5 Kinder pro Gruppe) 2x wöchentlich abgehalten. Begleitet wird der Englisch-Unterricht von einem Native speaker.

    Sekundaria:   (7. - 9. Schulstufe)
    Jugendliche erleben sich als Teil der Gesellschaft, für die sie jetzt lernen, bewusst Verantwortung zu übernehmen. Sie sind sensibel für Selbstwert und Würde. Sie brauchen unterschiedlichste Rollenvorbilder, sowie die Erfahrung nützlich zu sein. Der Unterricht in unserer Sekundarstufe will zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentfaltung beitragen. Die Schülerinnen und Schüler festigen ihr Wissen im Fachunterricht (Mathe, Deutsch, Englisch und Französisch) und erproben verschiedenste Lernformen in fächerübergreifenden Projekten. Nebenbei bieten wir vielfältige sportliche und kreative Angebote, praktische Arbeiten Seite an Seite mit Experten und erste wirtschaftliche Erfahrungen an.
  • Wie sieht ein Tagesablauf aus?
    z. B. Primaria 1: Von 8.00 – 11.00 Uhr ist die Zeit für Freiarbeit. Jedes Kind wählt eine Arbeit aus. Aufgabe der Pädagoginnen und Pädagogen ist es, Kinder zu unterstützen, die Hilfe bei der Auswahl der  Aufgabe brauchen, Schülerinnen und Schüler zu beobachten und dies zu dokumentieren und Materialien einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen darzubieten. Die Kinder teilen sich ihre Pausen selbst ein. Am Ende des Schultages gibt es einen Abschlusskreis. Hier ist Platz um Lieder zu singen, Texte vorzulesen, Aktuelles zu besprechen, Referate zu halten etc. Kinder, die für die Nachmittagsbetreuung angemeldet sind, werden um 12.00 Uhr der Nachmittagsbetreuerin/dem Nachmittagsbetreuer übergeben.
  • Wie viele Pädagoginnen/Pädagogen gibt es für jede Gruppe?
    In der Montessorischule GaLeMo gibt es einen Pädagoginnen/Pädagogen-Schülerinnen/Schüler-Schlüssel, der bei max. 15 Schülerinnen/Schülern  pro 1 Pädagogin/Pädagogen liegt.
  • Welche Ausbildungen haben die Pädagoginnen/Pädagogen?
    Unsere Pädagoginnen und Pädagogen sind alle ausgebildete Volksschul-, Hauptschul-, oder AHS-Lehrerinnen/Lehrer mit Montessori-Diplom. Viele absolvierten darüber hinaus diverse Zusatzausbildungen.
  • Müssen wir uns mit der Montessori-Pädagogik vertraut gemacht haben, um unser Kind in dieser Schule anzumelden?
    Ja, das ist eine Grundbedingung für die Aufnahme an dieser Schule.
  • Was müssen wir tun, um unser Kind in der Montessorischule GaLeMo anzumelden?
    1. Infos über die Homepage (www.galemo.at) einholen
    2. Besuch des Tages der offenen Tür (dort Vormerkung ausfüllen!)
    3. Teilnahme beider Erziehungsberechtigten an einem „Schultag für Eltern“
    4. Bei grundsätzlich möglicher Aufnahme seitens der Schule Zustellung der Aufnahmeunterlagen, andernfalls eine schriftliche Absage.
    5. Rasches Retournieren der ausgefüllten Aufnahmeunterlagen an die Schule (Erst dann ist ein Schulplatz für Ihr Kind reserviert.)
    6. Einladung für eine Hospitation des Kindes abwarten
    7. Hospitation des Kindes
    8. Nach Feststellung der Schulreife durch die Pädagoginnen und Pädagogen und die Schulleiterin endgültige Aufnahme des Kindes durch den Vereinsvorstand
  • Kann unser Kind von einer anderen Schule in die Montessorischule GaLeMo wechseln? (Quereinsteiger)
    Prinzipiell ist es möglich. Elterngespräche und Schnuppertage geben unseren Pädagoginnen und Pädagogen die Möglichkeit zu beurteilen, ob ein Schulwechsel in die Montessorischule GaLeMo sinnvoll für das Kind sein kann.
  • Ist ein Schulwechsel in eine andere Schule zu jeder Zeit möglich?
    Grundsätzlich ja, das pädagogische Grundkonzept der Montessorischule GaLeMo ist jedoch als eine Schule für 9 Jahre angelegt und erst danach sinnvoll. Ein Schulwechsel während dieser Zeit kann nur eine Ausnahme darstellen (z. B. Umzug, finanzielle Probleme etc.). Sollte es aber notwendig sein, so ist der Übertritt möglich. Damit sich das Kind und die Pädagoginnen und Pädagogen auf den Wechsel vorbereiten können, ist es sinnvoll und notwendig dies spätestens 1 Jahr vor dem Ereignis bekannt zu geben.
  • Wird auf einen Schulwechsel von Seiten der Pädagoginnen und Pädagogen vorbereitet?
    In der Primaria 1 und 2 werden keine Schularbeiten, Tests und Prüfungen im herkömmlichen Sinn abgehalten. Jede Schülerin/jeder Schüler wird seiner/ihrer Entwicklung gemäß begleitet.
  • Wie werden Ausflüge, Werkmaterial etc. bezahlt?
    Am Anfang jedes Semesters ist der Betrag von € 100,- auf ein Spesenkonto einzuzahlen. Davon werden Ausflüge, Eintritte, Bastel- u. Werkmaterial, sowie Hefte, Ordner etc. bezahlt.
  • Bekommt unser Kind am Ende jedes Jahres ein Zeugnis? Welche Formen der Beurteilung gibt es?
    Als Beurteilungsformen gibt es einerseits ein Semester-Abschlussgespräch der Eltern mit den Pädagoginnen und Pädagogen, andererseits unser Pensenbuch („Erfolgspass“), in dem der Entwicklungsstand und –fortschritt des Kindes dokumentiert wird.
    Bei Verlassen unserer Schule werden Notenzeugnisse ausgestellt.
  • Wie steht es mit Elternmitarbeit?
    • verpflichtende Elternabende und aktive Teilnahme an einer der Elternarbeitsgruppen (siehe weiter unten)
    • Hospitation an einem Vormittag
    • Weiterführen der am Vormittag gelebten Pädagogik zu Hause
    • Besuch der Semesterabschluss-Gespräche
  •  Welche Elternarbeitsgruppen gibt es?
    • Infrastrukturgruppe (Instandhaltung des Gebäudes)
    • Gartengruppe (Schneeräumung im Winter, Pflege des Gartens)
    • Fund-Raising – Gruppe
    • Unterstützung der Pädagoginnen und Pädagogen (Begleitung auf Exkursionen, Aushelfen am Vormittag)
    • Materialerstellungsgruppe
    • Medien- und PR-Gruppe
    • Juristen- und Behördengruppe
    • Kellergruppe
    • Sommerarbeiten-Koordinationsgruppe
    • Sommer- und Winterwochenende-Organisationsgruppe
    • Veranstaltungsgruppe
  • Kann man die Montessorischule GaLeMo mit Regelschulen vergleichen?
    Wir sind der Meinung, dass das nicht möglich ist, denn uns geht es um das Erfüllen des inneren Bauplanes des Kindes. In der Regelschule geht es um das Auffüllen mit Wissen von außen. Es werden jedoch auch bei uns in gewissen Abschnitten immer wieder vorgegebene Ziele erreicht, da wir uns am österreichischen Lehrplan orientieren und vieles davon gut in unsere pädagogische Auffassung integrierbar ist.
  • Können wir die Leistungen unseres Kindes mit denen eines Gleichaltrigen aus der Regelschule vergleichen?
    Nach unserem Verständnis heraus macht dies keinen Sinn, da die Regelschule eine Wissensvermittlung innerhalb eines bestimmten Zeitplanes vorgibt und die Leistung der Kinder überprüft. Im Unterschied dazu begleiten wir jedes Kind individuell und entsprechend seiner Entwicklung und bieten ihm jene Umgebung, in der es sich sein Wissen aneignen kann. Dies wird von den Pädagoginnen und Pädagogen dokumentiert.
  • Gibt es Kinder, für die die Montessori-Pädagogik nicht geeignet sind?
    Grundsätzlich ist die Montessori Pädagogik für jeden Menschen geeignet. Es ist nur dann sinnvoll, Ihr Kind in unsere Schule zu schicken, wenn die Grundsätze der Montessori-Pädagogik bei Ihnen zu Hause gelebt werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder bei uns nur dann ihre Persönlichkeit und die kulturellen Fertigkeiten (wie Lesen, Schreiben, Rechnen, ...) optimal entwickeln können, wenn die Eltern von der Montessori-Pädagogik überzeugt sind.
  • Kann unser Kind in der Schule machen, was es will?
    „Die freie Wahl ist die höchste Tätigkeit: Nur das Kind, das weiß, was es benötigt, um sich zu üben und sein geistiges Leben zu entwickeln, kann wirklich frei auswählen“ (MM, Das kreative Kind)
    Freiheit ist eine innere Fähigkeit, die sich dank Grenzen entwickeln kann.  Diese Grenzen liegen einerseits bei der einzelnen Person, als auch in der unmittelbaren Umgebung und der Gemeinschaft, in der wir leben. Sie hängen vom Entwicklungsstand der Kinder ab und wir Erwachsenen sind gefordert, diese Grenzen mittels klarer Strukturen und Regeln aufzuzeigen. Wahre Freiheit ermöglicht es, uns frei für etwas zu entscheiden, es bedeutet nicht frei zu sein von Verpflichtungen.
    Jedes Kind wird als einzigartiger Mensch respektiert. Sein Wohlergehen und seine Bedürfnisse nehmen wir ernst. Als Mitglied einer Gemeinschaft muss es die allgemein gültigen Regeln (Hausordnung, Arbeitsregeln) des Zusammenlebens achten und befolgen. Im Falle eines Konfliktes haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, diesen bei Bedarf gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen zu regeln.
  • Hat unser Kind am Nachmittag Hausübungen zu erledigen?
    Wir bieten in der Primaria 1 und 2 keine Hausübungen an.
    Für die älteren Kinder kann es durchaus gelegentlich auch Arbeiten geben, die zu Hause fertig gestellt werden sollen (Projekte, Interviews etc.).
  • Gibt es Fremdsprachenunterricht?
    Englisch ist ab der 1. Schulstufe, Französisch ab der 7. Schulstufe verpflichtend zu besuchen.
  • Wie sieht der Turnunterricht aus?
    Die Schule verfügt über einen Bewegungsraum mit Hengstenberg Geräten. Darüber hinaus wird der Turnsaal im Freizeitzentrum Happyland besucht. Das Sportangebot wird von den Pädagoginnen und Pädagogen vielfältig gestaltet: Schwimmen, Eis laufen, Wandern, Mannschaftsspiele, Kooperationsspiele, diverse Geschicklichkeitsspiele,  etc. Da wir einen großen Garten haben, können die Kinder diesen  täglich benutzen.
  • Gibt es Religionsunterricht?
    Wir bieten den Kindern Ethikunterricht an. Dieser beinhaltet einerseits den traditionellen christlichen Jahreskreis, andererseits Einblicke in andere Religionen.
  • Wie gehen die Pädagoginnen und Pädagogen der Montessorischule GaLeMo mit Konflikten zwischen den Kindern um?
    Auf Wunsch von Schülerinnen und Schülern oder Pädagoginnen und Pädagogen  kann ein Konfliktbegleitungsgespräch stattfinden. Die Pädagogin/der Pädagoge  wird zum neutralen Konfliktbegleiter. Ziel ist es, die Kinder für die unterschiedlichen Wahrnehmungen (jeder hat den Konflikt etwas anders erlebt) und Bedürfnisse jedes Einzelnen sensibel zu machen, diese zu akzeptieren und Möglichkeiten zu finden, um in kommenden ähnlichen Situationen anders damit umgehen zu können
  • Wann kann unser Kind richtig lesen, schreiben, rechnen?
    Die Entwicklung jeder dieser Fertigkeiten ist in drei Phasen einzuteilen: die Sensibilisierung, die Bewusstwerdung und die Perfektionierung. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo in dieser Entwicklung und braucht daher individuell ausreichend  Raum und Zeit, um die Phase der Perfektionierung zu erreichen.
    Voraussetzung für den Übertritt von der Primaria 1 in die Primaria 2:
    Basiswissen in den Bereichen Rechnen, Lesen, Schreiben und Kosmische Erziehung
    Voraussetzung für den Übertritt von der Primaria 2 in die Sekundaria:
    Gute Beherrschung der Kulturtechniken
    Die Entwicklungsprozesse werden im Erfolgspass dokumentiert.
  • Wie werden einzelnen Fächer unterrichtet (Deutsch, Mathematik, Geographie, ...)?
    Unsere Räumlichkeiten sind thematisch als vorbereitete Umgebung mit Lernmaterialien ausgestattet. Zusätzlich zur Freiarbeit werden Angebote gesetzt, an denen die Kinder größtenteils freiwillig, manchmal verpflichtend teilnehmen.
  • Können wir einen Vormittag lang hospitieren kommen, wenn unser Kind in die Montessorischule GaLeMo geht?
    Ja, einen Vormittag lang mitzuerleben, wie Kinder von uns in ihrer Entwicklung begleitet werden, ist in jedem ersten Jahr in einer neuen Gruppe für die Erziehungsberechtigten Pflicht. Dazu gehört ein anschließendes Gespräch, in dem aufgetretene Fragen und Unklarheiten besprochen werden können.
  • Wie gehen die Pädagoginnen und Pädagogen mit Fehlern der Kinder um (z. B. beim Rechnen, in der Rechtschreibung …)?
    Grundsätzlich werden die Arbeiten der Kinder in der Primaria 1 und 2 nicht korrigiert, es sei denn, das Kind möchte es. Montessori-Materialien bieten die Möglichkeit der Selbstkontrolle.
  • Inwieweit werden die Jugendlichen der Sekundaria auf den Umstieg in eine weiterführende Schule / Lehre etc. vorbereitet?
    Im Rahmen des Erdkinderplans reifen die Kinder zu selbstständigen Persönlichkeiten. Nach dem Erreichen der Lernziele unseres „Erfolgspasses“ stehen dem Kind alle weiteren Bildungswege offen.
  • Gibt es in der Montessorischule GaLeMo die Möglichkeit, Matura zu machen?
    Derzeit (noch) nicht.